Puerto Rico: El Yunque – Ein Tagesausflug in den Regenwald

Puerto Rico: El Yunque - A Day Trip Into the Rainforest

El Yunque war einer der Orte, die wir schon eingeplant hatten, bevor wir überhaupt in Puerto Rico angekommen waren. Weniger als eine Stunde von San Juan entfernt liegt hier der einzige tropische Regenwald im Nationalforstsystem der USA. Der El Yunque National Forest umfasst rund 27.000 Acres bergiges Gelände, geprägt von hoher Luftfeuchtigkeit und häufigem Regen, der eine dichte Vegetation, Flüsse und Wasserfälle entstehen lässt. Mit zunehmender Höhe verändern sich Klima und Landschaft ganz allmählich.

Wir kamen kurz nach Mittag in El Yunque an und waren gespannt, ob es noch Parkplätze geben würde. Zum Glück hatten wir Glück. Wir fanden einen Platz in der Nähe des Starts des El Yunque Trails, sodass wir direkt von dort in den Regenwald hineinlaufen konnten. Der Weg führt durch dichte Vegetation, öffnet sich aber immer wieder und gibt den Blick frei auf eine intensiv grüne, üppige Landschaft.

Der Trail hinauf zum El Yunque Peak, einem der höchsten Punkte der Gegend, war an diesem Tag geschlossen. Nach etwa anderthalb Kilometern drehten wir um und gingen den gleichen Weg zurück. Vor unserem Besuch hatten wir nachgelesen, dass es in El Yunque keine giftigen Schlangen oder riesigen Spinnen gibt, und auf unserer kurzen Wanderung sahen wir außer einer kleinen Echse auch keine Tiere. Dafür hörten wir viele Vögel und typische Dschungelgeräusche.

Trotz der hohen Luftfeuchtigkeit war der Weg überraschend trocken und gut zu gehen. Ich habe gelesen, dass die Trails oft matschig und rutschig sein können, aber an diesem Tag waren die Bedingungen sehr gut. Wir trugen normale Sneaker, was für die kurze Strecke völlig ausreichte. Wanderschuhe mit Knöchelstütze sind aber immer von Vorteil, besonders bei Nässe oder längeren Touren.

Auf dem Rückweg Richtung Parkeingang machten wir Halt am Baño Grande, einem großen künstlichen Schwimmbecken aus den 1930er Jahren, das im Rahmen eines Freizeitprojekts gebaut wurde. Baden ist dort heute nicht mehr erlaubt, aber das Becken liegt wunderschön eingebettet zwischen grünen Hängen und dichter Vegetation und eignet sich perfekt für einen kurzen Stopp und Fotos.

Direkt gegenüber von Baño Grande liegt der La Coca Wasserfall. Das Wasser stürzt hier direkt neben der Straße die Felswand hinunter. Er ist nicht besonders groß, aber sehr hübsch und definitiv einen kurzen Fotostopp wert.

Es war ein wunderschöner Tag mit Sonne und guten Wanderbedingungen. Wir hatten genug Wasser dabei und ließen es ruhig angehen. Geführte Touren werden in El Yunque angeboten, aber der Regenwald lässt sich problemlos auf eigene Faust erkunden und erfordert kaum Planung. Uns gefiel es, unser eigenes Tempo bestimmen zu können und selbst zu entscheiden, wie weit wir gehen und was wir sehen wollten.

Anfahrt nach El Yunque

Wir fuhren mit dem Mietwagen von San Juan nach El Yunque. Die schnellste Route führt ostwärts über PR-26, die in die PR-66 übergeht. PR-66 ist eine mautpflichtige Straße und die schnellste Verbindung. Wenn die PR-66 nahe Río Grande endet, fährt man kurz auf der PR-3 weiter und biegt dann auf die PR-191 ab, die direkt in den Regenwald führt. Wer Mautstraßen vermeiden möchte, kann die gesamte Strecke über die PR-3 fahren, muss aber mehr Zeit einplanen.

Die Fahrt von San Juan nach El Yunque dauert in der Regel etwa 35 bis 45 Minuten. Bei uns dauerte es etwas länger, da wir unterwegs tankten, Besorgungen machten und bei Coffee at the View frühstückten.

Der letzte Abschnitt der PR-191 schlängelt sich mit engen Kurven in die Berge hinauf. Als wir dort waren, gab es einige Baustellen, aber die Straße ist gut gesichert, mit Leitplanken, und der Verkehr verläuft ruhig. Ich würde jederzeit wieder selbst hinauffahren.

Alternativ kann man auch geführte Touren mit Transport ab San Juan buchen.

Ich würde davon abraten, Uber zu nehmen, da Fahrdienste keine Passagiere innerhalb des Parks abholen dürfen. In der Praxis bedeutet das, dass sie nur am Eingang halten können, der weit von den meisten Wanderwegen entfernt ist.

Praktische Tipps für El Yunque

Es gibt nur sehr wenige Möglichkeiten, im Park Essen zu kaufen. Wir haben vorher gefrühstückt und Snacks mitgebracht.

Nimm ausreichend Wasser mit. Es ist heiß und feucht, und man bekommt schneller Durst, als man denkt.

Entlang der Wege gibt es nur wenige Mülleimer. Nimm deinen Müll nach Möglichkeit wieder mit aus dem National Forest.

Der Regenwald und die Trails haben keine festen Öffnungszeiten. Der Park ist tagsüber zugänglich, aber nicht nach Einbruch der Dunkelheit. Deshalb wird generell empfohlen, relativ früh anzukommen, besonders wenn man längere Wanderungen plant.

Ich würde empfehlen, früh am Morgen zu kommen, vor allem in der Hochsaison und an Wochenenden, wenn die Parkplätze schnell voll sind. Wir hatten Glück, obwohl wir später ankamen, aber beim nächsten Mal würde ich gegen 8:00 Uhr dort sein.

Der Handyempfang ist im Regenwald unzuverlässig. Mach am besten ein Foto vom Trailplan, bevor du losgehst.

Der Besuch des El Yunque National Forest ist kostenlos. Es gibt ein Besucherzentrum, das El Portal de El Yunque Rainforest Center, in dem man mehr über den Regenwald erfahren kann. Der Eintritt kostet ab 2026 acht Dollar.

Wenn du in einem der natürlichen Becken, Flüsse oder Wasserfälle baden möchtest, denk an Badebekleidung, Wechselkleidung und ein Handtuch.


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Mitzie Mee - Sanne

Puerto Rico ist ein Reiseziel, das die Erwartungen leise, aber deutlich übertrifft. Es gibt wunderschöne Strände, durchweg gutes Essen und eine Landschaft, die von üppigem Regenwald über Berge bis hin zu langen Küstenabschnitten reicht. Dazu kommen Städte, die von Jahrhunderten Geschichte geprägt sind, allen voran die Altstadt von San Juan, wo Vergangenheit in den Straßen und der Architektur noch spürbar nah ist. Was Puerto Rico jedoch wirklich auszeichnet, sind die Menschen. Die Einheimischen sind offen und herzlich und nehmen sich oft Zeit für ein kurzes Gespräch, sei es beim Warten an einer Kaffeebar, beim Fragen nach dem Weg oder in einem kleinen Restaurant im Viertel. Das verleiht der Reise eine Leichtigkeit und Nähe, die man an Orten, die stark auf Massentourismus ausgerichtet sind, nur selten findet. Auf dem Blog teile ich meine Erlebnisse aus Puerto Rico. Die Strände, das Essen, den Regenwald und das Stadtleben, aber auch die kleinen, ungeplanten Begegnungen unterwegs, die am Ende genauso in Erinnerung bleiben wie die bekannten Sehenswürdigkeiten. Puerto Rico hat unglaublich viel zu bieten und ist ein Ort, zu dem man gedanklich noch lange zurückkehrt, nachdem man ihn verlassen hat.

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