
Das erste Mal habe ich den 4th of July in New York 2017 gefeiert, und ich war ziemlich aufgeregt. Ein paar Jahre später war ich am 4th of July in Las Vegas, habe das Feuerwerk aber komplett verpasst, weil ich mit Pizza und Bier beschäftigt war.
Das wollte ich nicht noch einmal erleben, vor allem weil das Macy’s Feuerwerk in NYC das größte im ganzen Land ist und dieses Jahr größer als je zuvor sein sollte. Also habe ich ein bisschen recherchiert und herausgefunden, dass das Feuerwerk gegen 21:30 Uhr vom East River aus gestartet wird. Tina und ich haben deshalb beschlossen, dass die Avenue C neben Stuy Town ein guter Spot wäre, um uns das Ganze anzusehen.
Vor dem Feuerwerk sind wir im Fat Buddha im East Village essen gegangen. Wir haben uns ein bisschen in gutem Essen und Happy Hour Drinks verloren, sodass es schon nach 21 Uhr war, als wir schließlich bei unserem ausgesuchten Platz ankamen.
Abgesehen von ein paar Ooohs und Aaahs, wenn besonders schöne Effekte am Himmel aufgingen, waren die Leute erstaunlich ruhig. Kein Tanzen auf der Straße, keine spontanen Umarmungen mit Fremden und, zu meiner Überraschung, fast keine amerikanischen Flaggen. Ich hatte selbst überlegt, etwas in Rot, Weiß und Blau anzuziehen, bin aber froh, dass ich es nicht getan habe, denn ich wäre definitiv aufgefallen. Ich habe an dem Abend genau einen Mann mit einer Flagge gesehen, aber der lief so schnell vorbei, dass ich kein Foto machen konnte.
Ein paar Freunde hatten mich gewarnt, dass das Feuerwerk in New York im Vergleich zu dem, was ich in Asien und Dubai gesehen hatte, vielleicht etwas enttäuschend sein könnte, aber das war mir eigentlich egal. Für mich ging es weniger um das Feuerwerk selbst als um die Atmosphäre und darum, Teil eines so großen Ereignisses zu sein. Gemeinsam in den Himmel zu schauen, die gleichen Farben zu sehen und ein Stück dieser sehr amerikanischen Tradition mitzuerleben. Ich wurde nicht enttäuscht.










