
Letzte Woche sind Steve und ich bei Asano vorbeigeschaut, einem neuen Cafékonzept, das in New York langsam, aber sicher immer mehr Aufmerksamkeit bekommt. Wir waren von der Gründerin Kate Kaneko eingeladen worden, um uns das Konzept einmal genauer anzusehen. Kate war an diesem Morgen leider nicht selbst vor Ort, aber wir haben uns mit einigen der Mitarbeiter unterhalten und am Ende einen wirklich schönen, entspannten Vormittag im Café verbracht.
Wir besuchten das Asano Café im The Noortwyck in der Bleecker Street, und schon aus der Ferne fiel uns der leuchtend orangefarbene Noren auf, der draußen hing. Ein Noren ist der traditionelle Stoffvorhang, den man in Japan oft am Eingang von Restaurants und Geschäften sieht, und er ist ein kleiner Hinweis auf die japanische Inspiration hinter Asano.
Ich bestellte den Strawberry Matcha, während Steve sich für den Banoffee Latte entschied. Beides war ausgezeichnet. Man konnte sofort schmecken, dass sie Matcha von sehr hoher Qualität verwenden. Der Geschmack war sauber und weich, genau so wie guter Matcha sein sollte, ganz ohne Bitterkeit.
Asano hat vor Kurzem angefangen, Onigiri zu servieren, dreieckige japanische Reisbällchen. Eine der Varianten an diesem Tag war mit Umeboshi, einer japanischen eingelegten Pflaume mit sehr saurem und salzigem Geschmack. Das ist definitiv ein kräftiger Geschmack und wahrscheinlich nicht für jeden etwas, aber ich liebe Umeboshi und fand es richtig lecker.
Steve hatte den Orange Olive Oil Muffin, der ebenfalls sehr gut war. Oben hatte er eine leicht knusprige Kruste und innen eine weiche, saftige Krume mit viel frischem Orangengeschmack.
Die Gebäckstücke und Süßigkeiten bei Asano stammen von kleinen handwerklichen Bäckereien, mit denen sie zusammenarbeiten, und werden speziell für sie hergestellt. Die Auswahl ist nicht besonders groß, aber sie wirkt sehr bewusst zusammengestellt und unterscheidet sich deutlich von dem, was man sonst in einem typischen Coffee Shop findet.
Nach unserem Besuch habe ich noch mit Kate telefoniert, um mehr über das Konzept zu erfahren. Kate ist halb Japanerin, und man spürt den japanischen Einfluss im Café sehr deutlich, vom orangefarbenen Noren draußen bis hin zu den Gebäcken und der Auswahl an warmen und kalten Getränken.
Kate erzählte mir, dass die Idee für Asano aus einer einfachen Beobachtung entstanden ist. Viele Restaurants haben wunderschöne Gasträume, die am Morgen und frühen Nachmittag meistens leer stehen. Mit Asano verwandeln sich genau diese Räume für ein paar Stunden am Tag in Cafés. Das Konzept ist einfach, aber ziemlich genial. Statt eigene Cafés zu eröffnen, zieht Asano in Restaurants ein, die sonst erst am Abend öffnen. Es ist ein Gewinn für die Restaurants, weil Leben in den Raum kommt, wenn es sonst ruhig wäre. Und es ist auch großartig für die Gäste des Cafés, die ihren Kaffee in deutlich schönerer Umgebung genießen können als in einem typischen Grab and Go Coffee Shop.
Kate erzählte mir außerdem, dass es sogar einen praktischen Vorteil für den Kaffee gibt. Die Espressomaschine gehört dem Restaurant, und Espressomaschinen funktionieren am besten, wenn sie regelmäßig benutzt werden. Wenn den ganzen Morgen über Espresso gezogen wird, bleibt die Maschine in Topform. Das sorgt für besseren Kaffee, sowohl für die Gäste im Café als auch später im Restaurant.
Asano expandiert bereits, und weitere Cafés sind auf dem Weg. Es ist ein wirklich starkes Konzept, und ich würde mich freuen, diese orangefarbenen Noren bald an noch mehr Orten in der Stadt zu sehen. Wenn du also die Bleecker Street entlangläufst, halte Ausschau nach dem orangefarbenen Noren vor dem The Noortwyck. Wenn du Zeit hast, geh hinein. Sehr guter Kaffee, hervorragender Matcha und eine wunderbare Auswahl an Gebäck warten dort.
Asano at The Noortwyck, 289 Bleecker St, New York, NY 10014, United States






