
Auf dem Rückweg von unserem Besuch auf der Sothy's Pepper Farm hatte Linda nur ein Ziel: Sie wollte einen Straßenstand finden, an dem Mais verkauft wurde.
Sie bat Paul und mich, während der Fahrt die Augen offenzuhalten. Obwohl wir kilometerlang keinen einzigen Stand entdeckten, blieb Paul ganz gelassen. Er war überzeugt, dass wir früher oder später einen finden würden. Ich war da deutlich skeptischer. Doch gerade als wir die Hoffnung schon fast aufgegeben hatten, entdeckten wir einen kleinen Straßenstand.
Der Stand wurde von einer jungen Mutter betrieben, während ihre kleinen Zwillingskinder ganz in der Nähe spielten. Neben Mais verkaufte sie auch Kokospudding sowie verschiedenes Obst und Gemüse. Linda kaufte einen ganzen Schwung Maiskolben, dazu ein paar Süßkartoffeln und etwas Kokospudding, und wir nahmen alles mit zurück nach Prey Theat.
Als wir dort ankamen, war der Mais immer noch warm. Wir aßen ihn direkt vom Kolben, ganz ohne Butter, Salz oder andere Zutaten, und er war unglaublich lecker.
Mais ist in Kambodscha ein beliebter Snack. Überall sieht man kleine Straßenstände und Marktverkäufer, die gekochte oder gegrillte Maiskolben anbieten. Meistens handelt es sich um sogenannten Wachsmais, der sich deutlich von dem Zuckermais unterscheidet, den viele von uns kennen. Die Körner sind weniger süß und haben eine festere, leicht zähe Konsistenz. Das klingt vielleicht ungewohnt, wenn man ihn noch nie probiert hat, aber er schmeckt überraschend gut und man versteht schnell, warum er so beliebt ist.








