Japan: Hamamatsu Unagi Pie mit Aal

Japan - Hamamatsu Unagi Pie (eel pie)

Als meine Freundin Rieko aus Japan mich besuchte, brachte sie jede Menge lustige Geschenke mit. Zu den etwas exotischeren Sachen gehörten eine Packung Baby Foot, das es damals in Dänemark noch nicht gab, tiefschwarze Wattestäbchen, damit man auch wirklich sehen kann, womit man es zu tun hat (!), und eine Schachtel Hamamatsu Unagi Pie.

Unagi bedeutet auf Japanisch Aal, und ja, Unagi Pie ist tatsächlich genau das, wonach es klingt: ein süßes Gebäck mit Aal. Aber keine Sorge, mit einer herzhaften Fischpastete hat das Ganze nichts zu tun. Stell dir ein buttriges, blättriges Gebäck ähnlich wie Palmiers vor, knusprig und karamellisiert, mit einer kleinen Menge Aal im Teig. Klingt seltsam? Ist es auch ein bisschen, aber irgendwie funktioniert es.

Die Unagi Pies, die Rieko mir mitgebracht hatte, waren die Deluxe Version mit einem Hauch Cognac. Sie waren goldbraun, leicht und knusprig und schmeckten süß und leicht geröstet. Von Fischgeschmack keine Spur, was mich durchaus erleichterte, denn Gebäck mit ausgeprägtem Aalgeschmack wäre dann doch etwas zu merkwürdig gewesen. Allein das Wissen, dass Aal im Teig steckte, reichte schon aus, damit ich mich erst einmal vorsichtig herantastete.

Was ist Unagi Pie?

Unagi Pie ist eine regionale Spezialität aus Hamamatsu in der Präfektur Shizuoka in Zentraljapan. Das Gebäck wurde 1961 von der lokalen Süßwarenfirma Shunkado entwickelt, die es bis heute herstellt.

Die Unagi Pies bestehen aus einem buttrigen Blätterteig, ähnlich dem Teig für Palmiers. Sie sind dünn, knusprig und karamellisiert, und dem Teig wird Aal zugesetzt. Es gibt verschiedene Varianten, darunter Unagi Pie V.S.O.P., die Deluxe Version mit Brandy und Macadamianüssen. Das Ergebnis ist ein goldbraunes Gebäck mit einem süßen, buttrigen, leicht gerösteten Geschmack und nur einem winzigen Hauch von etwas Herzhaftem im Hintergrund.

Hamamatsu hat eine lange Tradition rund um Unagi, insbesondere am Hamana See, wo die Aalzucht bis etwa 1890 zurückreicht. Das erklärt wahrscheinlich, warum irgendwann jemand auf die Idee kam, dass Aal auch einen Platz auf der Zutatenliste eines Gebäcks verdient hätte.

Falls du einmal in Hamamatsu bist, kannst du die Unagi Pie Factory besuchen und dir ansehen, wie das Gebäck hergestellt wird. Ein Besuch auf eigene Faust ist kostenlos und ohne Reservierung möglich, außerdem werden geführte Touren angeboten. Wenn ich in der Gegend wäre, würde ich auf jeden Fall vorbeischauen. Schließlich hat man nicht jeden Tag die Gelegenheit, eine ganze Fabrik zu besuchen, die sich ausschließlich Gebäck mit Aal widmet.

Website der Unagi Pie Factory besuchen

Curious about Japanese Unagi (Eel) Pie?

If you’re curious about Unagi Pie after reading all this, you don’t necessarily have to travel all the way to Hamamatsu to try them. They can be a little tricky to find outside Japan, but they are available online. Definitely one of the more unusual Japanese snacks I’ve tried, and a fun one to order if you like discovering regional specialties.

 

 

Generic selectors
Exact matches only
Search in title
Search in content
Post Type Selectors
Search in posts
Search in pages

Bleib in Kontakt

Möchtest du wissen, was hinter dem Blog passiert? In meinem Newsletter zeige ich dir eine persönlichere Seite meines Lebens. Ich erzähle von den Reisen, die ich plane, den Rezepten, die ich gerade koche, und von den kleinen Alltagsmomenten, die es nicht immer in einen Blogpost schaffen. Wenn du auf dem Laufenden bleiben und als Erste erfahren möchtest, was bei Mitzie Mee passiert, dann melde dich gerne an.

Mitzie Mee - Sanne

Willkommen auf meinem Tokio Blog. Ich war schon unzählige Male in Tokio, und trotzdem bekomme ich von dieser Stadt einfach nie genug. Nach jeder Reise komme ich mit einer noch längeren Liste an Restaurants, Cafés und Orten nach Hause, die ich beim nächsten Mal ausprobieren möchte. Essen ist einer der Hauptgründe, warum ich Tokio so liebe. Einige der besten Mahlzeiten meines Lebens habe ich in Tokio gegessen. Mal ist es eine Schüssel Ramen an einer kleinen Theke, mal Sushi zum Frühstück, Yakitori mit einem kalten Bier nach einem langen Tag oder Kaffee und Gebäck in einem der vielen wunderschönen Cafés der Stadt. Was mich an Tokio außerdem immer wieder begeistert, ist, wie überraschend die Stadt ist. Eben schlenderst du noch durch ruhige Wohnviertel, und wenige Minuten später stehst du mitten in Shibuya oder Shinjuku, während Menschen in alle Richtungen an dir vorbeiströmen. Ganz egal, wie oft ich nach Tokio komme, ich entdecke jedes Mal etwas Neues. Auf meinem Tokio Blog findest du meine Lieblingsrestaurants, Cafés, Viertel, Hotels und Sehenswürdigkeiten in Tokio. Alle Orte habe ich selbst besucht und würde sie jederzeit einer Freundin empfehlen, die eine Reise nach Tokio plant.

Tokio