
Kikanbo in Kanda ist bekannt für sein Karashibi Miso Ramen, eine feurige Kombination aus der Schärfe von Chili und dem charakteristischen Prickeln und Taubheitsgefühl von japanischem Sansho Pfeffer. Das Ramen wurde mit dem Gedanken entwickelt, alle fünf Sinne anzusprechen, mit verschiedenen Schichten aus Schärfe, Aromen, Hitze und diesem ganz besonderen betäubenden Kribbeln. Kikanbo eröffnete 2009 sein erstes Restaurant in Kanda in Tokio, und ich war im Laufe der Jahre schon mehrmals dort. Für mich ist es der beste Ort der Welt für scharfes Ramen und ein absolutes Muss, wenn du in Tokio bist.
Ich liebe scharfes Miso Ramen, und bei Kikanbo gibt es mit das beste, das ich kenne. Den Schärfegrad kannst du selbst wählen, von gar nicht scharf bis hin zu Devil Spicy. Schon mit der normalen Schärfe hatte ich bei früheren Besuchen bei Kikanbo so meine Probleme, doch aus unerfindlichen Gründen beschloss ich bei meinem letzten Besuch, Devil Spicy zu bestellen. Das Personal warnte mich, dass es wirklich sehr scharf sei, und sagte mir, ich könne es mir noch anders überlegen. Ich blieb trotzdem bei meiner Bestellung.
Natürlich war Devil Spicy viel zu scharf für mich, und schon nach ein paar Schlucken Brühe schwitzte ich wie verrückt. Ich kippte vier Gläser Wasser hinunter, rang aber immer noch nach Luft, und der Japaner neben mir fing langsam an, besorgt auszusehen. Ich versuchte, irgendwie um die roten Chiliflocken herumzuessen, aber das war völlig unmöglich. Also aß ich noch das Ei und gab auf.
Kikanbo: Das solltest du wissen
Wenn du scharfes Ramen magst, führt an Kikanbo eigentlich kein Weg vorbei. Die Miso Brühe wird mehr als zehn Stunden lang aus Schweineknochen, Hühnerknochen und verschiedenen Gemüsesorten gekocht. Ein Chiliöl aus einer sorgfältig abgestimmten Mischung verschiedener Chilisorten sorgt für die Schärfe. Dazu kommen geschmorter Schweinebauch, Babymais und Sojasprossen sowie auf Wunsch ein Ei. Zum Schluss kommt noch mehr Chili dazu, je nachdem, welchen Schärfegrad du bestellt hast.
Eine Schüssel Karashibi Miso Ramen kostet 1.080 Yen (Stand 2026). „Kara“ steht für die Schärfe und „Shibi“ für das betäubende Kribbeln. Beides lässt sich separat einstellen: None, Light, Regular oder Extra.
Für weitere 200 Yen kannst du „Oni-Mashi“, also Devil Spicy, bestellen. So verlockend es vielleicht klingt, herauszufinden, ob du Devil Spicy verträgst, würde ich dringend davon abraten. Die Wahrscheinlichkeit ist ziemlich groß, dass du am Ende mit brennendem Mund und einer fast unberührten Schüssel Ramen dasitzt. Für die meisten dürfte Regular scharf genug sein.
Kikanbo ist ein typisches japanisches Ramen Restaurant und kein Ort, an dem man nach dem Essen noch stundenlang sitzen bleibt. Da sich draußen meistens eine Schlange bildet, gehört es außerdem zum guten Ton, den Platz nach dem Essen nicht unnötig lange zu blockieren.
Kikanbo, 2 Chome-10-9 Kajicho, Chiyoda City, Tokyo 101-0044, Japan





